Historie vom Goldenen Kreuz

Die Geschichte vom Goldenen Kreuz reicht bis in Jahr 1815 zurück.

Da ließ Franz Xaver Mayer am Augustaplatz, damals schon das Zentrum von Baden-Baden, ein zweistöckiges Gasthaus erbauen und gab ihm den Namen “Goldenes Kreuz”. Das Gastgewerbe florierte von Beginn an, denn aufgrund der zentralen Tallage und der Möglichkeit, auch Pferde und Kutschen unterzustellen und nicht zuletzt wegen der guten Hausmannskost, kamen die Gäste von nah und fern.

1890 verkaufte Franz Xaver Mayers Enkel das Goldene Kreuz an Emil Thiergärtner. Der hatte zusammen mit seinen Architekten Leonhard Treusch und Wilhelm Vittali andere Pläne. Sie ließen das gesamte Anwesen abreißen. Innerhalb von nur einem Jahr entstand von 1892 auf 1893 der herrschaftliche Komplex im Stil der Gründerjahre mit reich verzierter Fassade, Balkonen, mit zwei Seitenbauten und einem wunderschönen Innenhof mit dem sogenannten Hinterhaus. Die russische Fürstin Tatiana Gagarin tat ihr Übriges und finanzierte den Bau mit eineinhalb Millionen Mark mit. Wahrscheinlich ist es ihrer Großzügigkeit zu verdanken, dass das Goldene Kreuz in dieser Pracht entstehen konnte und heute noch zu den schönsten Geschäfts- und Mietshäusern Baden-Badens zählt.

Während des zweiten Weltkrieges erfuhr das Goldene Kreuz seine schlimmste Zeit. Die Geschäfte liefen schlecht, der Komplex verwahrloste zusehends. Erst 1968 bekamen die Fassaden und das Interieur mit 20 Millionen Mark Renovierungsaufwand wieder ein neues Kleid. Im schönen Innenhof begrenzt eine hohe Backsteinmauer das Anwesen. An ihren Wänden kann man heute noch die großen Figuren des Karlsruher Malers Benno Huth bewundern, die die vier Jahrszeiten symbolisieren. Davor, unter einer Glasdachkonstruktion, wo einst das Hinterhaus stand, befindet sich seit 2002 das Le Jardin de France von Sophie und Stéphan Bernhard. Sie setzen mit ihrem Feinschmeckerrestaurant die nun fast zwei Jahrhunderte andauernde Tradition fort, im Goldenen Kreuz Gäste nach allen Regeln der kulinarischen Kunst zu verwöhnen.

Das Goldene Kreuz befindet sich weiterhin im Privatbesitz einer aus der Region Baden stammenden Familie.